Kyokushin Budo Karate

Der Gründer der Kyokushinkai Karate – Meister Oyama Masutatsu 10. Dan war einer der größten Kämpfer aller Zeiten. Kyokushinkai  wird als Powersport oder die kraftvollste Art des Karate bezeichnet. Das Grundprinzip der Kyokushinkai ist: richtige Kämpfer können nur unter realen Kampfbedingungen und Situationen ausgebildet werden. Dieser Stil kann nur durch hartes körperliches, psychisches und technisches Training erlernt werden. Im Kyokushinkai wird der Kampf nicht abgelehnt, der Gegner wird nicht „weggestoßen“, sondern man sucht den Kontakt zu ihm. Durch aktive Angriffstechniken zwingt man ihm einen „körpernahen“ und ununterbrochenen Kampf auf, der in einem sehr hohen Tempo abläuft. Ungeachtet der harten Anfordurungen erfreut sich dieser Kampfstil immer größerer Beliebtheit unter den Fans fernöstlicher Kampfkunste.

Die einen werden von der Art der Atemübungen angezogen, andere durch die Methoden des Körplichen Trainings, wiederum andere durch die Auswirkungen auf die Psyche, die Möglichkeit Selbstverteidigung zu erlernen oder eine Mut erfordernde Sportart zu betreiben.

Verschidene Methodiken erlauben es, dass sich Frauen, Kinder und ältere Menschen mit Karate Kyokushinkai beschäftigen können. Dabei werden die Belastungen für den Körper gesenkt, zusätzlich Beschränkungen für den Körperkontakt eingeführt. Aber die grundlegenden Merkmale des Stils bleiben erhalten.

So bekommen die Betreiber der Sportart die Möglichkeit in die spannende Welt sportlicher und gesundheitsfördernder Übungen einzutauchen, die plastische Schönheit des dynamischen Stils zu fühlen und die Techniken der Selbstverteidigung zu erlernen.

Die Technik des körplichen und psychologischen Trainings, moralische und spirituelle Ausbildung eines Meisters wird als „Gemeinschaft der Suchenden der absoluten Wahrheit“ verstanden.

Aber die Hauptsache der Technik Kyokushinkai, das Millionen begeistert,  ist nicht nur trockene Theorie sondern die praktischen Übungen, die größmögliche Effizienz. Es sind Kämpfe, die  die Stärke von Körper und Geist testen. „Tameshiwari“ – Das Durchbrechen von festen Objekten wie Bretter, Ziegelsteine, Steinen usw. mit Hilfe verschiedenen Körperteile.

Die größte Prüfung seiner Kunst und Stärke des Geistes, der nur im Kyokushinkai Karate durchgeführt wird, ist der Test „Hyakunin – Kumite“. Das ist ein Kampf mit hundert Gegnern oder besser gesagt hundert Zweikämpfe, die jeweils zwei Minuten dauern, mit sich stetig wechselnden Gegner ohne Pausen und Erholung.

Einer der bekantesten Schüler von Masutatsu Oyama ist –

John Bluming 10. Dan, der im Jahre 1962 diesen Stil nach Europa gebracht und 1980 eine internationale Organisation Kyokushin Budo Kai gegründet hat.  Er ist ein Meister im Kyokushin Karate und im Judo und hat ein System entwickelt, das sowohl die Schläge und Tritte des Kyokushin als auch die Würfe und den Bodenkampf des Judo in sich trägt. Das Grundprinzip der Kyokushin Budo Kai ist die Bereitschaft zur sofortigen Reaktion in jeder Situation. Den Wettkämpfern ist es freigestellt, wie sie zu ihrem Sieg gelangen wollen: Alle Schlag- und Tritt- Techniken sind – auch zum Kopf – ebenso erlaubt, wie Wurftechniken oder die Forsetzung des Kampfes auf dem Boden. Ein ausgefeiltes Regelwerk sorgt gleichwohl für größtmöglichen Schutz der Sportler.

Nur wer alle Aspekte der waffenlosen Kampfkünste, also Hand – und Fußtechniken, Wurftechniken und Bodekampf gleichermaßen beherrscht, kann behaupten, in der hohen Kunst der Selbstverteidigung ausgebildet zu sein.

kampfkunstschule eisheuer - Joachim-Dieter EisheuerReferent Kyokushin Karate im Deutschen Karate Verband e.V. ist der Meister 9. Dan Iochim-Dieter Eisheuer – Shihan.

„Wer in der Lage ist, sein Verhalten in der realen Auseinandersetzung ohne Emotionen zu analysieren, ist zumeist auch in der Lage, als Lehrer andere in der Anwendung von Gewalt oder für den Verzicht auf Gewalt zu unterrichten“      (Joachim-Dieter Eisheuer).

Joachim-Dieter Eisheuer wurde im Januar 1944 in Łódź (Polska) geboren und begann 1957 beim Box-Club Bavaria 20 Landshut mit dem Kampfsport. Hier bereits zeigte er großes kämperisches Talent, für das er mit der Goldenen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet wurde.

1964 kam er, während seiner Militärzeit, mit dem Shotokan-Karate und 1970 mit dem Kyokushin-Karate in Kontakt. Im gleichen Jahr begann er mit dem Aufbau eines eigenen Dojo in seiner neuen Heimatstadt Landshut. Auf der Suche nach realitätsnahen Kampfmethoden überzeugte ihn das Kyokushin-Vollkontaktsystem und vor allem sein damaliger Lehrer Kurt Schindler, dem Eisheuer ein hohes technisches Niveau und fundiertes Wissen zugesteht und ihn als Budo-Vorbild bezeichnet.

Daneben trainierte er weiterhin das Boxen, betrieb Judo, Ju Jutsu und Taekwondo. Der Suche nach seinen Grenzen dienten so gegensätzliche Sportarten wie Gewichtheben einerseits sowie die Teilnahme bei Straßen-Radrennen und Langstreckenlaufen andererseits.

1972 trainierte er zum ersten Mal in einem holländischen Dojo, wo er Jon Bluming traf, der mit seiner Idee des Jis-sen Kumite (kompromissloser Zweikampf) auf Eisheuer großen Eindruck machte. Daneben suchte er immer weiter nach der letzten Wahrheit und trainierte mit Steve Arneil, Jon Bluming, Toshio Koda, Teruo Kono, Hideo Ochi, Tadashi Nakamura, Masutatsu Oyama, Shigeru Oyama u.a., um sein Ziel zu erreichen.

kampfkunstschule eisheuer - Joachim-Dieter Eisheuer mit Jon Blumingkampfkunstschule eisheuer - Joachim-Dieter Eisheuer in der 'International Kyokushinkai Summerschool' im National Sportcenter Papendal, Hollandkampfkunstschule eisheuer - Joachim-Dieter Eisheuer in der 'Swiss International Kyokushinkai Summerschool'kampfkunstschule eisheuer - Joachim-Dieter Eisheuer mit Andy Hug

„Ich suchte Hilfe auf dem Weg zu meinem Ziel; zu dem Ziel, mittels Können und Wissen über den Dingen zu stehen. Entscheidend war und ist dabei für mich nie die Stilrichtung, die der Lehrer vertritt, sondern die Glaubwürdigkeit in dem, wie er mit seiner Persönlichkeit seine Wahrheit überzeugend vertreten kann“, so Joachim-Dieter Eisheuer.

Obwohl zu dieser Zeit erst Braungurt, erhielt er bereits 1973 die Lizenz zum Landes-Kampfrichter. 1974 graduierte er in der International Karate Organization Kyokushinkai-Kan zum 1. Dan (Schwarzgurt).

Als einer der ersten Deutschen erhielt er in diesem Jahr in Japan die goldene „OVERSEAS MEMBERSHIP CARD“ des Kyokushinkai-Kan Honbu (Nr. 9083). 1975 bestand er in der Deutschen Karate Union – einem der Vorläufer des Deutschen Karate Verbandes – die Prüfung zum Bundeskampfrichter und zur Prüferlizenz (Farbgurte). Bereits ein Jahr später wird er für ganz Deutschland zum Schwarzgurt-Prüfer ernannt.

kampfkunstschule eisheuer - Joachim-Dieter Eisheuer, Membership Card Kyokushin Honbu Japan

Da zu dieser Zeit in Deutschland keine Aktivitäten in dieser Stilrichtung bestanden, arbeitete er in den darauffolgenden Jahren daran, in Deutschland eine Organisation für Kyokushin-Karate zu gründen. So wurde am 15 März 1986 unter seiner Leitung in Ergolding (Bayern) die Deutsche Kyokushin Organisation (DKO) gegründet, der er in den ersten Jahren als Präsident vorstand.

Das übrige Führungsgremium war allerdings nicht willens oder nicht in der Lage, vernünftigen Kontakt zu anderen Stilrichtungen und Verbänden zu halten. Daher verließ J.-Dieter Eisheuer diese Organisation. Seit 1987 vertritt er das Kyokushin-Karate im Deutschen Karate Verband (DKV).

Osu!